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Unnützes Wissen, Zweiter Teil

Mehr unnützes Wissen

Unnützes Wissen, Zweiter Teil

Auch im September habe ich es mir nicht nehmen lassen, die eine oder andere Information unauffällig in die rechte untere Ecke dieses Blogs zu platzieren, um komplett unnützes Wissen zu verbreiten. Das hat bereits im August ausnehmend gut funktioniert. Hier nun die Zusammenfassung der sinnlos launigen September-Fakten.

 

Eines haben alle diese Informationen natürlich gemeinsam: sie sind mir bekannt. Nicht, dass ich sie immer alle auf Anhieb parat hätte, dafür ist mein Kurzzeitgedächtnis zu sehr Schuhkarton voller alter Briefe und zu wenig Hochleistungsrechner, doch irgendwann und irgendwie sind mir diese Schnipsel aus der liebenswerten Rumpelkammer, die das kollektiven Gedächtnis der Menschheit darstellt, aufgefallen. Daher fasse ich die Fakten des vergangenen Monats, die gar nichts mit dem vergangenen Monat zu tun haben, diesmal im Hinblick auf ihre Bedeutung(slosigkeit) für mich zusammen.

 

Unnützes Wissen 10 – 17

10
Das erste Länderspiel der neuseeländischen Fußballnationalmannschaft fand am 17. Juni 1922 in der neuseeländischen Stadt Dunedin statt. Bis heute ist Dunedin die südlichste Stadt der Welt, in der Fußballländerspiele stattfinden.

Wissen: FußballWas fällt mir dazu ein? Wie die meisten europäischen Fußballfans registriere ich eigentlich nur alle vier Jahre für einige Wochen, dass es auch noch eine Fußballwelt abseits unseres Kontinents gibt – oder präziser gesagt abseits der großen europäischen Ligen. Nichtsdestotrotz finde ich Fußballgeschichte eigentlich ziemlich interessant, wie ich alle Formen von Geschichte, vielleicht mal abgesehen von der Geschichte der Mathematik, faszinierend finde. Die Entwicklungen im Sportbereich spiegeln oft auch die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse eines Staates wider.

 

11
„Der rote Geiger“ war der Spitzname des estnischen Violinisten Julius Eduard Sõrmus (1878 – 1940), der sich als überzeugter Kommunist in der Arbeiterbewegung engagierte. Nach ihm ist in Zwickau eine Straße benannt.

Was kann ich dazu sagen? Estland ist klar, Violine auch, aber was ist dieses Zwickau? Nein, natürlich habe ich schon von Zwickau gehört, war aber noch nie dort. In Estland ebenfalls nicht. Mein Können an der Violine ist auch mehr so … sagen wir einfach mal, es würde weitaus besser klingen, eine Katze und ein Baby ein Flötenduett spielen zu lassen. Grundsätzlich finde ich es aber beachtenswert, wenn sich Menschen einen Spitznamen erarbeiten, der auch nach ihrem Tod noch einigermaßen bekannt ist.

 

12
In der berühmten Sammlung der Gebrüder Grimm gibt es drei Märchen, welche die Zahl 12 im Titel tragen: „Die zwölf Brüder“, „Die zwölf faulen Knechte“ und „Die zwölf Jäger“.

12

Was habe ich davon? Zwar gehören die 12er-Märchen nicht unbedingt zu meinen Favoriten, aber allgemein habe ich Märchen immer als etwa Besonderes empfunden. Sie haben mich schon als Kind sehr inspiriert. Meine ersten eigenen Schreibversuche waren vor allem Nacherzählungen bzw. Umdichtungen von Märchen. Aus „Die 12 Jäger“ lässt sich ja schon auf Anhieb einiges machen. Bei „Die zwölf Brüder“ muss ich spontan eher an eine biblische Geschichte denken. „Die 12 faulen Knechte“ klingt nach einem typischen Montagmorgen in jedem Betrieb Deutschlands. Insgesamt ist die 12 eine kulturell bedeutsame Zahl, von den zwölf Sternen auf der Flagge der Europäischen Union bis hin zu den zwölf Geschworenen bei amerikanischen Gerichtsprozessen. Die 12 wird als symbolische Zahl oft mit Vollständigkeit und Einheit assoziiert.

13

Seit 1992 findet im oberbayrischen Altötting jedes Jahr im August oder September ein Halbmarathon statt. Die schnellste Zeit im vergangenen Jahr lief der Ukrainer Iwan Babaryka.

Was lerne ich daraus? Eigentlich und bei näherer Betrachtung … gar nichts. Aber ich freue mich, wenn die Menschen in Altötting ihren Spaß haben.

 

14

„Wunschkonzert“ ist der Titel eines deutschen Films aus dem Jahr 1940, der die Moral an der Heimatfront stärken sollte, vor allem die der Frauen.

Was fällt mir dazu ein? Wenn schon das Leben kein Wunschkonzert ist, dann der Krieg erst recht nicht. Filme sind und waren nie auch nur ansatzweise ein Ersatz für Freiheit, Sicherheit und Gerechtigkeit. Nichtsdestotrotz hat die nationalsozialistische Staatsführung damals Filme durchaus erfolgreich dazu missbraucht, die öffentliche Meinung zu beeinflussen und Realitäten zu verzerren.

 

15
Das Computerspiel „The Lurking Horror“ aus dem Jahr 1987 basiert auf den Werken des Schriftstellers H. P. Lovecraft.

Was habe ich davon? 1987 war ich noch entschieden zu jung für Computerspiele. Für die Werke von H. P. Lovecraft sowieso. Damals bevorzugte ich noch eher Geschichten über kleine Löwenbabys und kleine Tigerbabys, die versehentlich vertauscht werden. Bei H. P. Lovecraft bedienen sich Computer- und Videospielschöpfer traditionell sehr gerne, aber auch Filmemacher, Musiker, Maler und Schriftsteller picken sich Charaktere und Elemente aus den Horrorgeschichten des 1937 verstorbenen Amerikaners heraus.

 

16

Der Afrikanische Wildhund wurde früher auch als „Hyänenhund“ bezeichnet, da er gewisse Ähnlichkeit mit der Hyäne aufweist. Er lebt vorwiegend in Afrika, ist aber vom Aussterben bedroht.

HyänenhundWas lerne ich daraus? Durch Zoobesuche und Aufenthalte auf Bauernhöfen habe ich ja schon eine Menge Tiere live erlebt: Löwen, Tiger, Eisbären, Wölfe … und doch gibt es nach wie vor eine unglaubliche Vielzahl von Tieren, die ich wohl niemals leibhaftig sehen werde. Der Afrikanische Wildhund gehört möglicherweise dazu. Es gibt ihn in Zoos, die etwas weit weg für einen netten Nachmittagsbesuch sind, z.B. im Zoo Frankfurt und im Zoo Rostock. Nach Afrika komme ich auch eher selten, so wie der „Hyänenhund“ nicht wirklich oft in Niedersachsen vorbeischaut.

 

 

17

Als Daruma wird eine Figur aus Pappmaché bezeichnet, die den buddhistischen Mönch Bodhidharma darstellt. Sie soll als Glücksbringer helfen, Wünsche zu erfüllen.

Was habe ich davon? Sollte ich mir jemals einen persönlichen Glücksbringer zulegen, wäre Daruma nicht wirklich meine erste Wahl, läge aber noch deutlich vor der Hasenpfote. Sehr deutlich.

 

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