Die wilde Kamera: Film!

Nachtaufnahmen: Igel, Maus

Die wilde Kamera: Film!

Meine Wildkamera kann natürlich nicht nur Fotos aufnehmen, sie kann auch … Moment, das kommt irgendwie falsch rüber, ich fange nochmal von vorne an: meine Wildkamera kann neben hochinteressanten Fotos auch Videoaufnahmen erstellen, eine Funktion, die ich lange Zeit eher vernachlässigt habe, mittlerweile aber auch immer häufiger austeste.

 

Die Videofunktion der Wildkamera wird wie die Fotofunktion durch Bewegung ausgelöst. Sobald etwas vor die Linse kommt, ruft der kleine Regisseur in dem tarnfarbenen Kasten „Action!“ und die Szene wird gedreht. Sogar mit Ton, allerdings kennen die meisten der Darsteller ihren Text nicht.

 

Igel – Der Film

 

 

Der stachelige Hauptdarsteller kommt von rechts ins Bild und versucht, die Haupthandlung zu erschnüffeln, entschließt sich dann aber nach kurzer Zeit enttäuscht zu einem Rückzug, um ein ernstes Wort mit seinem Manager zu sprechen. Das Drehbuch ist so flach wie ein Terrassenboden und die Nebenfiguren agieren total leblos! Ein Igel hat so etwas nicht nötig!

 

 

Take 2, neuer Schauplatz: Die detailreiche Umgebung lenkt den Fokus von dem Hauptdarsteller ab, der sichtlich genervt erneut das Set verlässt. Es ist noch nicht einmal 3:30 Uhr und alle haben schon den Papp auf. Mit Igeln zu arbeiten ist in Hollywood aus gutem Grund verpönt.

 

 

Als Reaktion auf die Allüren des stacheligen Hauptdarstellers haben sich die Produzenten zu einem radikalen Schritt entschlossen und ihn kurzerhand gegen einen kleineren, weniger bewaffneten und flinkeren Darsteller ausgetauscht. Dem Kinopublikum wird das sicherlich kaum auffallen.

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