Zeit und Geister

  • Alpakas

    Alpakas für alle

    Neulich habe ich zufällig gelesen, dass Alpakas die neuen Trend-Tiere sind, die im Netz für Furore sorgen, was immer das auch bedeuten mag. Falls dies tatsächlich stimmen sollte, möchte ich mit einer gesunden Portion Selbstgefälligkeit festhalten, dass ich Alpakas schon mochte, bevor es cool war.

  • Bewaffnete Wappen

    (Schwer) Bewaffnete Wappen

    Die Geschichte der (europäischen) Wappen ist eng verbunden mit dem Rittertum und entsprechend mit kriegerischen Auseinandersetzungen. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass viele Stadt- und Gemeindewappen bis heute Waffensymbole aufweisen. Diese stehen in der Regel für Wehrhaftigkeit. Nur sind wir heute dahingehend etwas empfindlicher als die Menschen es früher waren.

  • Hand und Fuß im Matsch

    Fotosamstag: Hand & Fuß

    Dass wir Menschen irgendwann angefangen haben, auf zwei Füßen zu laufen und unsere Hände dazu zu benutzen, Dinge herzustellen, hat uns einige Vorteile gegenüber den anderen Lebewesen auf diesem Planeten verschafft. Diese Vorteile wiegen den Nachteil, überteuerte Schuhe kaufen zu müssen, die dann nicht einmal bequem sind, weitestgehend auf.

  • Nachtaufnahmen: Igel, Maus

    Die wilde Kamera: Film!

    Meine Wildkamera kann natürlich nicht nur Fotos aufnehmen, sie kann auch … Moment, das kommt irgendwie falsch rüber, ich fange nochmal von vorne an: meine Wildkamera kann neben hochinteressanten Fotos auch Videoaufnahmen erstellen, eine Funktion, die ich lange Zeit eher vernachlässigt habe, mittlerweile aber auch immer häufiger austeste.

  • Typhus-Mary, Wind-Turbinen-Syndrom und mehr: Unnützes Wissen 26

    Unnützes Wissen, am 26. Ort

    Haarscharf verpassen wir in dieser 26. Ausgabe des Unnützen Wissens den 200. Fakt. Aber wirklich haarscharf. So haarscharf, man könnte ein Friseursalon eröffnen und ihn Haarscharf an der 200 vorbei nennen. Aber auch wenn wir es nur bis zum 199. Fakt schaffen, lohnt es sich trotzdem, mal reinzuschauen und etwas zu lernen, das man in einem Paralleluniversum vielleicht in der Schule gelernt hätte.

  • Warum der Wahnsinn einer Niederlage vorzuziehen ist

    „Warum der Wahnsinn einer Niederlage vorzuziehen ist“

    Wäre das nicht mal ein genialer Titel für einen Beziehungsratgeber? Ich mein‘ ja nur. Ned Beaumans Roman gibt keine Tipps für eine bessere Bewältigung des Ehelebens, liefert aber viele Ideen zu Themen wie Rache, Manipulation, Unterdrückung, Verschwörung und andere diverse Hintergründe und Begleiterscheinungen von Wahnsinn. Nebenbei beinhaltet er eine Anleitung zur Herstellung von Filmmaterial mitten im tiefsten Dschungel.

  • Ungarische Wappen: Heilige Lilien brauchen Quellwasser

    Heilige Lilien brauchen Quellwasser

    Eher ungern spricht man in Europa derzeit über Ungarn, aber hier soll es nicht um die Politik des EU-Staates gehen, sondern um ungarische Wappen. Deren Motive können durchaus eine politische Komponente haben, sind aber ebenso religiös, kulturell oder geografisch geprägt.

  • Wahrheit oder Pflicht (Film)

    Das Böse ist ein fieser Mitspieler: „Wahrheit oder Pflicht“

    Sag die Wahrheit oder du stirbst. Erfülle die Pflicht oder du stirbst. Dies sind zwar ziemlich heftige, aber doch einigermaßen leicht zu merkende Regeln für ein Spiel. Die meisten Kartenspiele erfordern mehr Denkleistung. Die gesetzten Regeln auch tatsächlich einzuhalten ist bei einem Spielleiter aus der Hölle, der sich partout nicht abschütteln lässt, wiederum etwas komplizierter.

  • Agfa Billy Clack

    Was ’ne Platte: Agfa Billy Clack

    Heute bringt man den Namen „Billy“ eher mit preisgünstigen, schwedischen Regalen in Verbindung, in den 1930er Jahren dachten die Menschen in Deutschland sofort an Kameras. Die „Billy“-Reihe von Agfa war ein großer, das Ansehen des Unternehmens prägender Erfolg. Die Billy Clack zählte zu den besonders schönen Modellen dieser Erfolgsserie – und das sage ich nicht nur, weil ich eine davon besitze.

  • Maji-Maji-Aufstand

    Gegen die Kolonialisierung half kein Wunderwasser

    Als die Welt in den Großen Krieg schlitterte, war sie ungleichmäßig verteilt. Durch die Kolonialisierung befanden sich im Jahr 1914 knapp über 22% der Weltlandfläche in britischer Hand. Rund 7% Prozent standen unter der Herrschaft Frankreichs und immerhin noch 2% gehörten zu Deutschland. Damals, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, war Deutschland, das lange keine Kolonien besäßen hatte, eine größere Kolonialmacht als Portugal, Italien oder die Niederlande.

  • Unnützes Wissen mit seltsamen Fakten

    Unnützes Wissen, Twenty-Five

    Wir haben die Hälfte von 50 Ausgaben des unnützen Wissens erreicht, was wiederum die Hälfte von 100 ist, so dass wir ein Viertel von Hundert geschafft haben. Wow! Wieder einmal führen die seltsamen Fakten, die sich nur eine erlesene, auf gute Art verrückte Anzahl Menschen merkt, rund um die Welt, vom Kosovo über Russland und Indonesien bis ins antike Rom.

  • Miau-Maschine

    Kuriose Erfindungen: Die Miau-Maschine

    Mäuse, sofern sie nicht Mickey, Jerry oder Speedy heißen, also quasi alle Mäuse, deren Namen nicht auf Y enden, sind dumm. Das zumindest dachten sich japanische Erfinder in den 1960er Jahren und entwickelten die Miau-Maschine die unerwünschten Nagetieren vorgaukeln sollte, es wäre eine Katze im Haus.

  • Schienenwolf

    Die Geschichte vom Schienenwolf

    Einen Menschen, der ein einsames, freies und wildes Leben von Bahnhof zu Bahnhof führt, der durch Länder reist, ohne eine feste Heimat zu kennen, der immer unterwegs ist, nennt man … nicht Schienenwolf. Das wäre zwar durchaus ein interessanter Ausdruck für eine Person mit solcher Lebensweise, doch der Schienenwolf ist bzw. war etwas völlig anderes – und nichts, an das wir uns besonders gerne erinnern. Er hat als ein dunkles Symbol seinen Platz in den Geschichtsbüchern gefunden.

  • Eight Ball Boogie

    „Eight Ball Boogie“. Der talentierte Mr. Rigby

    Alte, schmutzige Kleidung, übermäßiges Rauchen und Trinken, den Pleitegeier ständig im Nacken, ein zynisches Weltbild und ein total verkorkstes Familienleben. All dies – und noch einiges mehr – tolerieren oder sogar bewundern wir nur bei einer Sorte Mensch: Privatdetektiven. Seit die amerikanische Literatur in den 1920er Jahren den Typus des „Hardboiled Detective“ geschaffen hat, lieben wir diese Typen. Harry Rigby ist so ein Typ.

  • Antaura

    Antaura bringt die Kopfschmerzen

    Immer, wenn ich Migräne habe, die bei mir gewöhnlich wie eine glühende, zuvor in Säure getauchte und vor sich hin rostende Riesenstecknadel zwischen Nase und rechtem Auge sitzt, habe ich das Bedürfnis, Antaura zu verfluchen. Diese miese und windige kleine Dämonin, die aus der griechischen und später römischen Mythologie bekannt ist, sich aber nie in den Vordergrund gespielt hat. Sie sitzt gerne tief versteckt.

  • Freude am Lesen

    Ich kann es wieder!

    Wenn Schreiben Gold ist, dann ist Lesen die Mine, aus der das Gold geschürft wird. An dem (sprichwörtlichen) Gold mangelte es mir eigentlich nicht, der Vorrat war groß, aber die Mine blieb geschlossen. Über Monate habe ich mich mit einer veritablen Lesekrise geplagt, von der ich vorher nicht wusste, dass es so etwas überhaupt gibt. Jetzt kann ich es endlich wieder. Die Mine hat sich geöffnet.

  • Le Manoir (Film)

    Der Film, in dem nur das Wildschwein klug ist: „Le Manoir“

    Auf Französisch klingt alles besser. Auch „Le Manoir“ hat einen feinen Klang, den man sehr schön hauchen kann. Le Manoir, très belle! Was gut klingt, muss aber nicht gut sein. „Le Manoir“ ist eine unlustige französische Horrorkomödie aus dem Jahr 2017 mit schauerlich schlechten Schauspielern, die man aktuell in den Eingeweiden von Netflix finden kann. Quel malheur!

  • Rømø: Drachen, Schießgelände, Schwertmuscheln

    Urlaub auf Rømø, Teil 4: Drachen & Laser

    Nachdem ich bereits die Landschaft und den Strand von Rømø thematisiert habe, beides vor allem bildlich, möchte ich einige weitere Eindrücke von der dänischen Insel nicht vorenthalten. Ob man nun nach oben, unten oder zur Seite blickt, es gibt dort immer etwas zu sehen. Manchmal ist es auf Rømø allerdings sehr gefährlich, Ausschau zu halten.