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Was man über den 24. September (nicht) unbedingt wissen sollte

24. September

Was man über den 24. September (nicht) unbedingt wissen sollte

An diesem Wochenende ist Bundestagswahl in Deutschland. Der eine oder andere dürfte davon gehört haben. Am 24. September strömen die Deutschen an die sprichwörtlichen Wahlurnen, die überhaupt nicht wie Urnen aussehen, um zu entscheiden, wer die kommenden vier Jahre die Geschicke dieses Landes lenken wird. So präsent der 24. September seit Wochen in den Medien ist, so wenig sprechen wir wirklich über dieses Datum. Was hat es mit dem 24. September auf sich? Was sind seine Geheimnisse? Wo war er die letzten Jahre?

 

Obwohl der diesjährige Wahlkampf relativ einstimmig als langweilig gebrandmarkt wird, was aber nicht ganz fair erscheint, denn gegen den amerikanischen Wahlkampf im Jahr zuvor wirken sogar Gladiatorenkämpfe im Kolosseum öde, ist diese Wahl doch definitiv nicht unsichtbar. Seit Wochen beherrscht sie die Medien, von Radio und Fernsehen über Internet bis hin zu Plakatwänden. Selbst in den kleinsten Dörfern dieses Landes zieren die Gesichter von Merkel, Schulz und Co. die Laternenpfahle und Strommasten. Da ist das Verlangen, ebenfalls etwas über dieses Thema zu schreiben, natürlich immens hoch. Ich löse diesen inneren Drang auf, indem ich mir nicht die Wahl an solche anschaue, wie das fast alle anderen tun, sondern das Datum, den 24. September 2017.

 

10 Fakten über den 24. September (2017)

 

1.) Am 24. September ist Heiligabend noch genau 3 Monate entfernt.

24. September: Warten auf WeihnachtenOkay, das kann sich jeder ganz einfach selbst ausrechnen, aber man denkt vielleicht zwischen Fernsehdebatten und Wahlwerbespots nicht so daran. Dabei gibt es in der Tat inzwischen schon die ersten Weihnachtsprodukte in den Läden zu kaufen. Allerdings nicht am 24. September, denn das ist ein Sonntag. Es soll keiner hinterher behaupten können, dass es ihm nicht möglich war zu wählen, weil er Spekulatius besorgen musste. Diese schmecken übrigens erst ab dem 24. November wirklich gut.

 

2.) Der 24. September gilt in den USA auch als „Punctuation Day“ und ist den Satzzeichen gewidmet.

Echt??? Gibt’s ja gar nicht!!! Dazu kann ich nur sagen: „(…)“.

 

3.) 24 plus 9 (der September ist der 9. Monat des Jahres) ergibt 33. Jesus Christus wurde mit 33 Jahren gekreuzigt. Außerdem ist 33 die Ordnungszahl des chemischen Elements Arsen, aus dem tödliches Gift gewonnen werden kann.

Wenn man abergläubisch wäre … sind wir natürlich nicht. Warum sollte es für die Christdemokraten ein schlechtes Omen sein, dass Jesus Christus mit 33 Jahren gekreuzigt wurde? Auf den lächerlichen Gedanken würde doch niemand je kommen. Falls doch: ich halte das Patent auf diese Verschwörungstheorie.

 

4.) Am 24. September 1724 wurde die Pariser Börse gegründet.

Sie wurde auf den Namen Bourse de Paris getauft. Vermutlich wird kein deutscher Spitzenpolitiker zur Geburtstagsfeier erscheinen. Übrigens fand auch der erste Schwarze Freitag an der amerikanischen Börse an einem 24. September statt. Dieses Datum ist also kein unbeschriebenes Blatt in der Finanzwelt. Man sollte es sich vielleicht zweimal überlegen, ob man Geld auf den Ausgang der Wahl setzt.

 

5.) Der 24. September 2017 ist gleichzeitig der 4. Sonntag im September.

Bevor sich jetzt jemand beschwert: ich habe nie behauptet, alle Fakten wären interessant.

 

6.) Jim Henson, der Erfinder der Muppets, wurde am 24. September geboren.

Das war im Jahr 1936. Man kann definitiv sagen, dass dieser Mann, der 1990 verstarb, die Welt ein Stück lustiger und bunter gemacht hat. Hensons Firma, die Jim Henson Company, war auch für die Umsetzung verschiedener „Star Wars“-Figuren verantwortlich. Ein Mann, viele Puppen, eine Legende. Wären da nur nicht diese leicht beunruhigenden Parallelen zwischen Politikern und Puppenspielern.

 

7. Am 24.September 1957 wurde in Barcelona das Fußballstadion Camp Nou als offizielle Spielstätte des FC Barcelona eröffnet.

24. September: Geburtstag Camp NouDiese Geburtstagsparty muss ebenfalls hinter der Bundestagswahl zurückstehen. Der 24. September ist auch in sportlicher Hinsicht durchaus als kritisches Datum zu bezeichnen, da an diesem Tag im Jahr 1988 durch den Sieg von Ben Johnson im 100 m Sprint bei den Olympischen Sommerspielen in Seoul ein großer Dopingskandal ausgelöst wurde.

 

 

 

 

8. Der 24. September ist der Namenstag von Gerhard und Rupert.

Während es den meisten Menschen ziemlich egal zu sein scheint, dass der 24. September der Ehrentag aller Gerhards ist, wird Rupert immerhin im österreichischen Salzburg gefeiert. Dort findet am und um den 24. September herum der Rupertikirtag statt, zu dem in der Salzburger Innenstadt historische Fahrgeschäfte aufgestellt, alte Handwerksberufe präsentiert und traditionelle Musik gespielt wird. Das Maskottchen des Rupertikirtags ist der Hanswurst – und diese Steilvorlage in Bezug auf die Bundestagswahl nutze ich jetzt einfach mal nicht.

 

9. Der 24. ist der Nationalfeiertag von Guinea-Bissau.

Auch wenn ich dies kaum erwähnen müsste, schließlich fahren wir alle ja zwei- bis dreimal pro Jahr nach Guinea-Bissau, handelt sich dabei um einen Staat im Westen Afrikas, der viele Jahrzehnte unter der Herrschaft Portugals stand, bis zur Unabhängigkeitserklärung am 24. September 1973. Dieses Ereignis wird nun alljährlich in dem landwirtschaftlich geprägten und als unterentwickelt geltenden Staat gefeiert. Weltpolitisch dürfte jede Wahl in Deutschland von mehr Interesse sein als es die Unabhängigkeit von Guinea-Bissau je war. Ich behaupte nicht, dass dies fair ist, ich sage nur, dass es so ist.

 

10) Angela Merkel wurde am 24. September 2002 Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU.

Damit schließt … dieser Beitrag. Ob sich für Angela Merkel am 24. September 2017 auch ein Kreis schließt, wird sich zeigen.

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