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Urlaub in Hooksiel, Part 6: Kuriosication

Kuriose Urlaubserlebnisse

Urlaub in Hooksiel, Part 6: Kuriosication

Mitte September bei hochsommerlichen Temperaturen schließe ich die kleine Serie über meinen Nordseeurlaub bei frühherbstlichen Temperaturen im Juli ab. Nachdem ich schon alles Wichtige thematisiert habe, berichte ich nun ein wenig über die kuriosen Seiten des Küstentrips, die sicherlich meine grundsätzliche Untauglichkeit als Reisebloggerin noch einmal unterstreichen.

 

Wir waren nach unserer Ankunft kaum drei Meter in unserem Urlaubsort Hooksiel gelaufen, da erfuhren wir durch zwei Altenheimmitarbeiter, dass sich eine rüstige Rollator-Rentnerin aus dem Staub gemacht hat und nun intensiv gesucht wurde. Wir hatten sie nicht gesehen, aber da wir uns gleich mal als gute Gäste beweisen wollten, haben wir einfach jede Person über 70 mit Rollator, die nicht schnell genug entwischen konnte, am Altenheim abgegeben. Nein, das haben wir natürlich nicht getan, aber die Geschichte ist dennoch gut ausgegangen, die alte Dame wurde wohlbehalten wieder gefunden.

 

Pannen, Pech & Portugal

 

Urlaubspannen: Auto kaputt

 

Am Morgen nach unserer Ankunft war unser Auto kaputt. Noch besser kann ein Urlaub gar nicht starten, es sei denn, dass Ferienhaus brennt ab. Mit einem Auto, das nicht fährt, an den Strand zu kommen, ist außerordentlich schwierig. Zum Glück ist unsere Familie, allen Skandalen und Skandälchen zum Trotz, seit dem tiefsten Mittelalter Mitglied im ADAC. Man muss wahrlich nicht alles gutheißen, was rund um den Verkehrsclub passiert, aber wenn man im Urlaub plötzlich keinen fahrbaren Untersatz mehr hat, kann einem keiner sonst so schnell und umfassend helfen. Leider durften wir den schniecken Leihwagen nicht behalten, wir mussten unser altes Auto nach der schnell erledigten Reparatur wieder zurück nehmen.

 

Bei den beiden anderen Sorgenkindern, der Dusche und dem WLAN, konnte uns der ADAC freilich nicht helfen. Das Problem mit der Dusche ist schnell erklärt: sie wollte mich umbringen. Oder zumindest ernsthaft verletzen. So sehr ich mich auch bemüht habe, dass System hinter den Reglern zu durchschauen, schien es nur die beiden Optionen Arktis und Höllenfeuer zu geben. Ein generelles Problem in Hooksiel ist das aber wohl nicht, zumindest werden dort keine T-Shirts mit der Aufschrift „Ich war an der Nordsee und habe mir unter der Dusche einen Sonnenbrand geholt“ angeboten. Nach einer Weile habe ich die abenteuerliche Dusche so weit in den Griff bekommen, dass ich mich nicht mehr an Brandblasen und Frostbeulen vorbei abtrocknen musste. Mit dem WLAN gab es dagegen keinen Friedensschluss. Es tat ja schon  – in einem Raum und auf einem Gerät. Natürlich nicht auf einem meiner Geräte. Ich habe selten zuvor ein so schizophrenes, eigensinniges und bockiges WLAN erlebt. Liegt vielleicht an der Seeluft, wer weiß. Urlaub mit (fast) keinem Internetzugang mag für manche der Inbegriff von Erholung sein, für mich war es eher, als würde man Urlaub ohne seinen rechten Arm machen. Der Fernseher aber tat vorschriftsmäßig, so dass ich den Finalsieg Portugals bei der Fußball-EM mitverfolgen konnte, allerdings fand ich etwas anderes irgendwie spannender: die allabendliche, langsamste Invasion der Welt.

 

Mit der Aussicht auf Nacktschnecken

 

Kuriose Urlaubserlebnisse: Nacktschnecke

 

Mit dem Sonnenuntergang begannen sich die Rasenflächen überall im Ort braun und weiß zu färben. Braun von Nacktschnecken und weiß von ihrem Supergleit-Schleim. Es war unglaublich. Kaum wurde es Abend, tauchten die Insekten von allen Seiten auf. Am Morgen waren sie wieder verschwunden, nur ihre Schleimspuren waren teilweise noch zu sehen. Ich werde wohl in meinem ganzen Leben nie wieder so viele Nacktschnecken sehen und fotografieren wie in diesem Urlaub in Hooksiel 2016. Hübsch sind die Kerlchen ja nicht und Kunststücke können sie auch nicht, wenn man vom Schleimspurlegen mal absieht. Trotzdem: sie waren eine kuriose Besonderheit.

 

Kuriose Urlaubserlebnisse. Fieses Schild

 

Neben Nacktschnecken gibt es wirklich viele Hunde in und um Hooksiel, die der Einheimischen und die der Urlauber. Wie das fotografierte Schild zeigt, ist das Verhältnis zwischen Anwohnern und Hunden nicht unkompliziert. Offenbar lassen Touristen ihre Fiffies ganz gerne einfach irgendwo das Geschäft erledigen. Man ist ja schließlich im Urlaub, nicht wahr?

 

 

Kuriose Urlaubserlebnisse: die weniger reizvollen Seiten eines Urlaubsortes

Wo bitte geht’s denn hier zum Strand?

Kuriose Urlaubserlebnisse: Insekten

Das holt er noch auf

 

 

 

 

 

 

 

 

Urlaubssprech

 

Zum Abschluss eine Reihe von Originalzitaten. Kleiner Tipp: eines darunter bezieht sich aufs Wetter.

Vom Lapskaus bin ich etwas enttäuscht, ich dachte, der sieht ekliger aus.

Das ist tiefstes Ostfriesland, hier darfst du nicht anhalten.

Mal verliert man und mal gewinnen die anderen.

Achtung, Tretmienen!

Es sind keine Fischstäbchen dabei.

Ich finde keinen Untergrund.

Die haben hier auch Gelbe Säcke, oder?

 

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